Kreativ auf japanisch

Auf unserer kreativen Weltreise haben wir einen Halt in Japan eingelegt und uns umgeschaut, was das Land der aufgehenden Sonne an spannenden Kreativtechniken zu bieten hat. Impressionen aus den TOPP-Büchern zum Thema japanische Bastel- und Handarbeitstechniken.

Papierkraniche für die Tischdeko, niedliche Stoffblüten oder ein Geschenk für einen Manga-verrückten Freund? Einmal Fernost, bitte! Auf unserer kreativen Weltreise haben wir einen Halt in Japan eingelegt und uns umgeschaut, was das Land der aufgehenden Sonne an spannenden Kreativtechniken zu bieten hat.

Origami
Die Kunst Papier zu falten. Nach einer japanischen Legende bekommt derjenige, der 1000 Origami-Kraniche faltet, von den Göttern einen Wunsch erfüllt. Immerhin eine solide Motivation, um sich an der traditionellen Falttechnik zu versuchen und diese Legende zu erproben. Mehr als ein rechteckiges Blatt Papier braucht es beim klassischen Origami nicht, um eine der zahllosen zwei- oder dreidimensionalen Figuren zu falten, die sich prima als saisonale Tischdekoration, Mobile oder Geschenkaccessoire machen.

Kanzashi
Hinter diesem Begriff verbirgt sich der traditionelle Haarschmuck japanischer Frauen, zu dem – je nach Jahreszeit und Rang (z.B. bei Geishas) – auch kunstvoll gefaltete und genähte Stoffblüten gehören. Kanzashis mit Blumenmotiv sind außerdem der Renner bei japanischen Bräuten. Ein paar Stoffreste sowie Nadel und Faden reichen aus, um sich an den kleinen Kunstwerken zu versuchen, die als Brosche, Kette oder Haarschmuck ihren großen Auftritt haben.

Kumihimo
Japanische Flechtkunst zwischen Tradition und Moderne, das ist Kumihimo (dt. ‚Flechtschnur‘). Bei dieser Technik entstehen raffiniert gemusterte Schnüre, die als Accessoires für die Wohnung oder als Schmuckstücke eine gute Figur machen. Traditionell wird für die Technik ein Flechtstuhl aus Holz verwendet, als praktischer Ersatz sind aber auch Flechtscheiben mit passenden Musterschablonen eine gute Wahl.

Temari-Kugeln
In Japan verschenkt man sie zu Geburtstagen, Hochzeiten oder ähnlichen Anlässen, denn sie sollen Glück bringen und ihrem Betrachter zu mehr Gelassenheit verhelfen. Die Rede ist von kunstvoll, mit farbenfrohen Garnen umwickelten Temari-Kugeln. Beim Wickeln und Stecken der vielfältigen Muster ist Geduld und Fingerfertigkeit gefragt, aber die lohnt, denn jedes Stück ist eine einzigartige Augenweide.

Amigurumi
Wenn Manga-Charaktere auf Strick- oder Häkelnadeln treffen, sind wilde Kreationen vorprogrammiert. In Runden gehäkelt, entstehen mit dieser japanischen Technik dreidimensionale Comic-Helden, Zutaten für die Puppenküche oder gar das Lieblings-Sushi. Ob als Schmuckstück oder Schlüsselanhänger, die ‚gestrickten Bündel‘ (wie sie wörtlich übersetzt heißen) bewirken mit ihrer Possierlichkeit in der Regel den Knuddeleffekt. Wer schon mal ein Amigurumi verschenkt hat, weiß: Sie bringen nicht nur Kinderaugen zum Leuchten.

Zusammengestellt von Judith Strußenberg

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