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Neues mit Nastja von DIY Eule im Interview

 

Die erfolgreiche YouTuberin Nastja von DIY Eule ist in der kreativen Welt schon bekannt wie ein bunter Hund. Die geborene Berlinerin ist Content Creator, YouTuberin, Bloggerin und Influencerin im Bereich Nähen und DIY. Neben dem Basteln mit den unterschiedlichsten Materialien, dem Häkeln (mit dem Stricken tut sich Nastja noch ein bisschen schwer) ist das Handlettering und Bullet Journaling eine große Leidenschaft von ihr. Außerdem ist die DIY Eule sehr musikalisch, spielt Klavier und seit neuestem auch Kinderlieder auf der Mundharmonika, Melodika, Xylophon und Bass für das #DIYeulchen. Da das Nähen aber ihre größte Leidenschaft ist, sieht sie sich hauptsächlich als Näh-fluencerin. Zu Ihrem liebsten Hobby hat sie einen YouTube-Kanal, dem bisher über 125.000 Menschen folgen. Seit 2019 ist Nastja auch als Autorin beim frechverlag tätig. Neben dem Nähen von Taschen ist seit neuestem auch das Nähen rund ums Baby ein Trendthema. Egal ob Wärmekissen für die werdende Mama, Schlafsack, Kinderwagenkette fürs Baby oder eine schöne Wickeltasche. Im Interview erzählt Nastja, wie sie zum DIY gekommen ist und wie nicht nur ihren Blog und ihre kreativen Projekte unter einen Hut bekommt, sondern auch noch das Leben als frischgebacken Mama.

 

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Wie bist du zum DIY gekommen? Woher kommt die Liebe zum Selbermachen von Dingen?

 

Ich komme aus einer sehr kreativen Familie. Mein Vater war Musiker und hat mir neben der Musik auch das Fotografieren beigebracht. Meine Mutter und Oma nähen sehr viel und haben mich schon als Kind in die schärfsten Klamotten eingenäht. Meine Mutter war außerdem immer in der Kulturszene aktiv, ist früher selber Modenschauen gelaufen, für die sie selbst genäht hat. Ich habe schon als kleines Kind sehr viel Zeit auf der Bühne verbracht und war auch schon immer sehr kreativ. Jeder Basteltrend wurde akribisch mit gemacht, ob Perlentiere, Seidenmalerei oder Window Color. Später habe ich jede freie Minute in Bands verbracht und war im Urlaub und auf Ausflügen immer mit der analogen Spiegelreflexkamera unterwegs, für die ich teilweise auch selbst entwickelt habe. Später kam dann das Häkeln dazu und 2013 dann auch endlich das Nähen. Meine Oma hatte mir zu Weihnachten einfach so eine Nähmaschine geschenkt. Ein kurzer Crashkurs von ihr und dann wurde mit Hilfe von YouTube dieses neue Hobby erkundet, das mein Leben verändern sollte.

 

Besteht dein ganzes Haus nur aus selbstgemachten Projekten? 

 

Nicht unsere komplette Wohnung besteht aus DIY – aber schon sehr sehr viel. Vor allem, da mein Mann auch sehr kreativ ist, aber eher in der Maker Szene. Er hat seinen eigenen 3D-Drucker und unsere beiden Hobbys ergänzen sich super. So gibt es im #DIYeuleBabyBuch zum Beispiel ein Mobile, das aus genähten und gedruckten Elementen besteht, die sogar im Dunklen leuchten.

 

Seit 2014 hast du deinen YouTube-Kanal und zeigst dort deine DIY-Welt. Was war das für ein Gefühl, das erste Video hochzuladen?

 

Ich hatte da schon recht lange den Wunsch einen YouTube Kanal zu starten. Aber mir fehlte immer ein Thema. Ich dachte eigentlich etwas in Richtung Musik zu machen. Als ich Anfang 2014 mit dem Nähen angefangen habe, habe ich das komplett über YouTube gelernt und gedacht, dass das doch ein super Thema wäre. Mein erster Versuch war eine Häkelanleitung. Doch das war wahnsinnig kompliziert zu filmen – alleine. Dann versuchte ich es mit dem Nähen. Das erste Video schaut eh keiner, habe ich mir noch gedacht. Da ich mich von Anfang an mit Gesicht gezeigt habe, war das schon irgendwie komisch. Es dauerte auch eine Weile bis die ersten Kommentare kamen. Erstmal nur von Bekannten und irgendwann dann auch von Fremden. Das war schon irre aufregend.

 

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Hättest du jemals gedacht, dass dir ein paar Jahre später so viele Menschen folgen werden?

 

Nein absolut nicht. Ich wollte mit dem Kanal lernen und experimentieren. Ich hatte nie die Absicht, davon leben zu können. Hätte ich das von Anfang an geplant, hätte ich wahrscheinlich auch einen ganz anderen Kanal aufgesetzte – und der hätte dann wahrscheinlich gar nicht so gut funktioniert.

 

Vor zwei Jahren hast du dich selbstständig gemacht. War das ein großer Schritt für dich?

 

Ja absolut. Ich wollte nie selbstständig sein. Als Kind zweier Selbstständiger habe ich gelernt, was das für Probleme bringen kann. Ich fand die Sicherheit eines Angestelltenverhältnisses einfach großartig. Bis ich hier auch aus finanziellen Gründen eimal gekündigt wurde und in dieser Sicherheit erschüttert war. Irgendwann war dann meine Selbstständigkeit und der (nächste) feste Job einfach zeitlich nicht mehr vereinbar und ich habe den Schritt gewagt. Es war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe. Ich habe so viel Freiheiten und kann mich komplett selber organisieren. Das ist wirklich großartig!

 

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Jetzt machst du alles selbst. Auf deinem Blog erzählst du: „Von der Idee und dem Konzept über die Partnerbetreuung, das Filmen vor und hinter der Kamera, das Fotografieren, Texten, Postproduktion bis hin zu Community Betreuung.“ Wie schaffst du das unter einen Hut? Und vor allem mit der Familie und dem Baby?

 

Das werde ich so häufig gefragt und manchmal weiß ich es selbst nicht so genau. Ich bin einfach extrem gut strukturiert und liebe es zu planen und zu organisieren. Ich hinterfrage ständig meine Arbeitsprozesse und optimiere sie. Ich liebe was ich tue und ich habe meinen Perfektionismus aufgegeben. Ich prokrastiniere nicht. Also wirklich gar nicht. Jetzt mit Baby muss ich natürlich etwas zurück stecken. Aber das ist voll ok und es hilft mir auch nochmal, meine Arbeit noch mehr zu fokussieren und kleine Nebenprojekte, die oft Zeitfresser sind einfach sein zu lassen. Ich habe zum Thema Zeitmanagement auch einen Blogbeitrag gemacht. 

 

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Woher kam die Idee, Bücher mit dem frechverlag zu machen?

 

Mit dem Frechverlag arbeite ich ja schon sehr lange zusammen. In der #DIYeuleToppChallenge Reihe haben wir gemeinsam eine tolle YouTube Serie auf meinem Kanal umgesetzt. Der Gedanke ein gemeinsames Buch umzusetzen lag seither natürlich sehr nahe – ich hatte aber durch 40-Stunden Job plus YouTube nie die Zeit dafür. Als ich mich selbstständig gemacht habe, kam dann relativ schnell die gemeinsamen Gesprächen über das erste #DIYeuleBuch. Ich hatte zu dem Zeitpunkt tatsächlich ein Angebot von einem anderen Verlag, wusste aber, dass ich eigentlich mit dem Frechverlag zusammen arbeiten möchte, weil wir uns eben schon so lange kennen. Nur hier hatte ich von Anfang an die Möglichkeit, wirklich mein Ding umzusetzen. Der Verlag hat mir so unglaublich viel Vertrauen entgegen gebracht und ich konnte die Expertise des Topp-Teams nutzen und mich eben genau so gut auf ihr Handwerk verlassen. Das hat so gut funktioniert – und ich freue mich so, das zweite Buch wieder mit dem gleichen Team umzusetzen.

 

Das Buch „Nähen für Mama und Baby mit der DIY-Eule“ gibt es auch als signierte Version. Innerhalb von ein paar Stunden waren die 300 Signierten Exemplare ausverkauft. Hättest du das gedacht? Wie hat sich das angefühlt?

 

Das ist natürlich großartig! Ich hatte schon im Bauchgefühl, dass wie die signierte Auflage lieber limitieren sollten, da ich es gar nicht schaffen würde zum Beispiel 1.000 Bücher zu signieren. 300 klang gerade noch so machbar. Dass die aber so schnell weg sein werden, hätte ich dann auch nicht gedacht. Ich freue mich schon auf die lustigen Fotos mit 300 Büchern …

 

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Können wir uns auch auf weitere Titel freuen?

 

Na schauen wir mal, wie die Reaktionen auf das zweite Buch sind, wenn es denn erschienen ist. Ich überlege aber auch schon im Hinterkopf, was das nächste Buchprojekt sein könnte. Vielleicht auch mal was ganz anderes? Auf jeden Fall steht fest, so lange das #DIYeulchen noch nicht in der Kita ist, schaffe ich so ein großes Projekt nebenbei nicht. Einen Moment müssen wir also wohl leider noch warten.

 

Welchen Tipp hast du für alle NähanfängerInnen, die sagen: „Jetzt will ich auch mal was nähen“? Was kannst du den Leuten zum Einstieg empfehlen?

  

Perfekt sind wohl Kissenhüllen. Nur ein paar gerade Nähte, kein kompliziertes Wenden und man hat schnell ein tolles Ergebnis. Danach würde ich leichte Kosmetiktäschchen empfehlen. Hier kann man sich vielleicht auch schon einmal am ersten Reißverschluss probieren. Ich hatte damals mit einer Handyhülle angefangen. Die erste war 5 mm zu kleine und die nächste unegfähr 4 cm zu groß. Empfehlenswert sind also Projekte, die nicht genau passen müssen und nicht so viel Stoff verbrauchen. Dazu habe ich auch ein paar Videos gemacht. Zusammen mit Jelena habe ich eine Reihe auf YouTube bei der wir uns gegenseitig die Grundlagen vom Nähen sowie Werken & Bauen zeigen.

 

 

 

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