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DIY Samenbomben: Der kreative Klassiker in der Guerilla-Stadtbegrünung

 

Samenbomben: Basteln & die Stadt grüner machen

 

Wer es mit dem Urban Gardening ernst meint, der kommt um Samenbomben nicht herum: Diese Guerilla-Garten-Accessoires waren von Anfang an Teil der Bewegung und sorgten dafür, dass ohne viel Aufwand an Zeit und Vorbereitung eine Fläche mit ausgewählten Samen bestückt werden konnte. Wichtig dabei war, dass man die Kugeln unauffällig auswerfen konnte, ohne sich durch Graben auf einer Grünfläche verdächtig zu machen. Noch heute gibt es Menschen, die sie nutzen, um eher trostlose Seitenstreifen, Verkehrsinseln oder andere Brachflächen zu beleben. In diesem Artikel stellen wir dir vor, wie du deine eigenen Samenbomben herstellen kannst. Eine tolle Beschäftigung für Kinder! Diese haben haben oft großen Spaß daran, die Kugeln zu kneten und später an geeigneter Stelle einzusetzen. Wenn dann etwas Selbstgesätes wächst und blüht, kann dies ein wertvolles Erfolgserlebnis sein.

 

Anleitung Samenbomben selber machen 

 

Das brauchst du:

 

  • 1 Handvoll Samen von einheimischen möglichst ungiftigen Pflanzen: Je naturnäher die ausgewählten Sorten, desto besser eignen sie sich als Futter für Insekten. Giftpflanzen können evtl. Kinder und Tiere gefährden und sollten vermieden werden. Fertige Saatmischungen, zum Beispiel für Blumenwiesen, gibt es im Handel.

  • 5 Handvoll Blumenerde: Achte bei der Auswahl der Erde darauf, torffreie Produkte zu wählen. Durch den Abbau von Torferden werden wichtige Habitate unwiederbringlich zerstört.

  • 3-5 Handvoll Tonerde: Am besten diee günstigere Variante aus dem Baustoffhandel, kosmetische Tonerde ist mitunter sehr teuer.

  • 1/2 Tasse Wasser

  • Behälter zum Mischen und zum Trocknen der geformten Kugeln (Tipp: Eierkartons verwenden!)

 

Und so wird's gemacht:

 

  1. Die Blumenerde sollte möglichst trocken und krümelig sein, eventuell muss sie vor der Verarbeitung gesiebt werden, wenn gröbere Stückchen enthalten sind.

  2. Vermenge die Samen, Erde und Tonerde miteinander und gib' langsam Wasser hinzu, bis eine knetbare Masse entsteht. Sollte der Teig zu flüssig geraten sein, kannst du dies durch Zugabe weiterer Erde ausgleichen.

  3. Anschließend rollst du die Mischung zwischen den Händen, um glatte Kugeln von ca. 3-5 cm Durchmesser herzustellen.

  4. Diese legst du zum Trocknen in einen Behälter.

  5. Nach einigen Tagen sind die Samenbomben gut durchgetrocknet.

 

Tipp: Wer es schneller mag, kann die Kugeln auch im Ofen bei niedriger Temperatur (max. 50 °C) backen und bekommt binnen kurzer Zeit fertig einsatzbereite Saatmurmeln.

 

 

Feste Samenbomben mit Tonhülle

 

Noch stabilere Kugeln erhält man, wenn man die Samenkugeln mit einer festen Hülle umgibt. Verzichte im Rezept auf die Tonerde und stelle eine kleine Schale aus feuchtem Ton (zum Beispiel aus dem Bastelbedarf) her, in die eine Mischung aus Samen und Erde gefüllt wird. Verschließe die Hülle anschließend und glätte die Kugel wie gehabt durch Rollen in den Händen. Wenn diese Samenbomben nun an der Luft oder sogar im Ofen (max. 50 °C) trocknen, bleiben sie lange haltbar und lassen sich zum Beispiel auch prima auf unzugängliche Flächen werfen.

 

 

Die Samenbomben sind fertig – was nun?

 

Es liegt an dir, eine geeignete Fläche für die Aussaat auszuwählen. Wenn du dir nicht gerade Ärger mit den Nachbarn einhandeln wollen, frage vorher um Erlaubnis. Der eigentliche Reiz an den Samenbomben liegt aber daran, sie an öffentlichen Orten einzusetzen, die trostlos und ungepflegt aussehen und durch ein paar blühende Farbtupfer aufgewertet werden können.

 

 

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