Astrid Kruspe

Korbflechten Teil 3: Grundgerüst und Flechtwand

Die einfachste Art einen Korb zu flechten ist, die Flechtfäden, wie beim Weben einmal vor und einmal hinter die Staken zu legen, den sogenannten einfachen Schuss. Die gleichtönige Tätigkeit und der gleichmäßige Rhytmus nehmen mich völlig gefangen und die Entspannung setzt schnell ein.

Korbflechten Teil 3, Bild 1
Schablone mit Flechtruten
Wenn ich mit mehreren Leuten flechte herrscht nach anfänglicher Aufregung schnell angenehme Ruhe. Schweigend und ganz für sich, ist jeder mit seiner Arbeit beschäftigt und hängt seinen Gedanken nach. Unterbrechungen wirken für viele störend.
Habe ich einen Korb begonnen, flechte ich ihn ganz bis zum Ende. Konzentration und Technik führen hier schnell zum Ziel. Fehler werden korrigiert und auf der Suche nach der richtigen Proportion des Korbes wird die Höhe immer wieder überprüft.

Korbflechten Teil 3, Bild 2
Das Grundgerüst

Passend zu den Bohrungen in meiner Schablone wähle ich Flechtruten aus. Sie sollten etwas dicker als die Flechtfäden sein, denn sie geben Stabilität und machen die ganze Statik des Korbes aus.
Mit den dicken Enden werden sie unterhalb der Schablone, nachdem sie durch die Löcher geschoben wurden, mit einem Gummi zusammengefasst. Ich habe in diesem Fall jeweils zwei Ruten pro Loch verwandt also 30 Stück. In der Regel reicht aber auch eine Rute, wenn sie ausreichend dick ist.

Ungefähr ein Drittel der Länge der Staken befindet sich nun unter der Holzschablone und bildet später den Boden.

Korbflechten Teil 3, Bild 3
Damit der Korb später beim Flechten nicht so breit wird, fasse ich alle Staken am oberen Ende mittels Draht zusammen.


Der Draht kann später nach Belieben gelöst werden. Wer einen breiten Korb erzielen möchte, lässt den Draht ganz weg oder fügt ihn nach der Hälfte erst zu, um ihn dann zu verjüngen.


So kann die Korbwand beliebig modelliert werden.

Korbflechten Teil 3, Bild 4
Die Flechtwand

Flechtruten sind ein Naturmaterial und nicht gleichmäßig dick. Sie besitzen ein dickes und ein dünnes Ende.
Korbflechten Teil 3, Bild 5
Ich flechte, um ein gleichmäßiges Flechtergebnis zu erhalten immer nach folgendem Prinzip:
Dünn anfangen-Dick enden/Dick anfangen-Dünn enden/Dünn anfangen …. usw.
Oder anders ausgedrückt:
Mit dem entsprechendem Ende beginnen, wie aufgehört wurde.
Korbflechten Teil 3, Bild 6
Dabei liegen die Anfänge und Enden der Flechtfäden immer innen.
Im Wechsel einmal vor und einmal hinter die Staken gelegt arbeite ich mich vorwärts. Die Flechtfäden werden hierbei nicht stramm gezogen sondern mit punktuellem Druck mittels Daumen über der jeweiligen Stake an der richtigen Stelle positioniert.
Wichig ist ungefähr alle 10 cm mit dem Schlageisen oder einem anderen flachen Metallgegenstand wie zum Beispiel einem schweren Schraubenschlüssel das Geflecht zusammen zu schlagen oder zu klopfen. Es wird dadurch dichter und erlangt mehr Stabilität.

Bis zur individuellen Höhe wird nun geflochten und circa alle 5 cm das Schlageisen eingesetzt.

Der obere Randabschluss

Um eine geschmeidige Randflechtung zu gewährleisten wird der Korb über Nacht nochmals eingeweicht.

Und wie der Randabschluss gearbeitet wird, zeige ich euch im nächsten Teil.

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