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Nachhaltige Weihnachtsgeschenke und Weihnachtsdeko basteln

Die Weihnachtszeit ist für viele das Highlight des Jahres. Weihnachtsdeko und Adventskalender basteln, Lichterketten aufhängen, Geschenke kaufen und verpacken bereiten jede Menge Freude. Was dabei oftmals vergessen wird: es entsteht auch jede Menge Müll, der Stromverbrauch steigt extrem und das ist gar nicht gut für die Umwelt.

 

 

Wer will bei fröhlichen Weihnachtsliedern, funkelnden Lichterketten und liebevoll verpackten Geschenken schon an Nachhaltigkeit denken? Irgendwie klingt Nachhaltigkeit doch nach Verzicht und das passt so gar nicht zu Weihnachten. Oder vielleicht doch?

 

 

Unsere Autorin Alexandra Achenbach vom Blog livelifegreen.de weiß, wie sich ein Zuhause in ein gemütliches Weihnachtswunderland verwandeln lässt und das auf ganz nachhaltige Weise. In ihrem Buch „Zero Waste Weihnachten“ stellt sie über 40 weihnachtliche Bastelideen vor - vom Weihnachtsbaum über Adventskalender, Adventskranz und Deko bis zu DIY Geschenken. Bevor man etwas Neues als Geschenk kauft, ist Selbermachen eine wunderbare Alternative. Mit der richtigen Idee, etwas Zeit und Geduld können wir ganz persönliche Geschenke für unsere Liebsten ganz einfach selber basteln. Weihnachtliche DIY Deko lässt sich oft mit Materialien, die wir sowieso bereits besitzen oder in der Natur sammeln können, zaubern. Auch Geschenkverpackungen kannst du wunderbar aus altem Zeitungspapier, Einmachgläsern, bunten Stoffen oder Altkleidern entstehen lassen. Das ist ressourcenschonend und besonders nachhaltig.

 

 

Nachfolgend findest du drei Anleitungen für nachhaltige Dekorationen und Geschenke: für einen DIY Weihnachtsbaum, Natur-Deko-Kränze und Duftkerzen.

 

DIY Weihnachtsbaum

Statt dem klassischen grünen Tannenbaum geht es auch kreativ, individuell und vor allem nachhaltig. Der DIY-Weihnachtsbaum aus Holz kann Jahr für Jahr wiederverwendet werden.

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MATERIAL •  ca. 25 Stück trockenes (Treib-)Holz  und Äste ø 3-4 cm, max. 95 cm lang •  1 dickerer Ast für den Stamm  ø ca. 5 cm, min. 20 cm lang • Gewindestange ø 8 mm, 1 m lang • Holzsäge • 8 mm Holzbohrer • Bohrmaschine • 2 Muttern ø 8 mm Innengewinde • Christbaumständer

 

1. Passendes Holz im Wald um die Ecke oder an einem Flussufer sammeln.

 

2. Die Fundstücke für einen ersten Überblick grob der Länge nach sortieren. Bei dem Bäumchen haben die untersten Äste eine Länge von ca. 95 cm, in der Mitte sind sie ca. 65 cm lang und an der Spitze knapp 10 cm. Insgesamt etwa 23 Äste verwenden

 

3. Wenn du zufrieden bist, bekommt jeder Ast in der Mitte eine Bohrung.

 

4. Damit die unregelmäßigen Äste mehr Spiel und Bewegungsfreiheit bekommen, und sich später problemlos in alle Richtungen drehen können, werden Holz-Zwischenstücke in den Stamm eingebaut. Diese Zwischenstücke werden einfach aus Ast-Reststücken gesägt. Jede Scheibe sollte 2-3 cm dick sein und es wird die gleiche Anzahl benötigt, wie Äste vorhanden sind. Jede Zwischenscheibe exakt in der Mitte durchbohren.

 

5. Der Baumstamm wird aus einem dicken Ast gebastelt. Das Holzstück der Länge nach mittig durchbohren. Sollte der Holzbohrer für die gesamte Länge von ca. 20 cm zu kurz sein, so wird der Stamm in zwei kürzere Hälfen gesägt und am Ende einfach wieder zusammengesetzt.

 

Tipp: Ein selbstgebauter Weihnachtsbaum kann auch geschmückt werden wie ein echter Tannenbaum. Sollten  die Äste einmal zu dick sein für ihren Weihnachtsschmuck oder ihre Lichterkette, so kann man sich mit kleinen Schraubösen behelfen. Diese werden einfach an den entsprechenden Stellen ins Holz der Äste gedreht. Bei kleinen Ösen ist für diese Arbeit keine Bohrmaschine notwendig.

 

Nachhaltige Natur-Deko-Kränze

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Diese vielseitigen Deko-Kränzen aus Naturmaterialien lassen sich individuell von minimalistisch bis üppig gestalten.

 

 

MATERIAL •  3 biegsame Zweige pro Kranz  (z. B. Weide) 80 – 100 cm lang • Tannengrün, Kieferngrün, Zapfen etc. • Gartenschere • Basteldraht/Blumendraht ø 0,50 mm • Seitenschneider • Baumwollgarn • Juteschnur zum Aufhängen

 

1. Als Erstes wird die Kranzbasis aus Zweigen geformt. Man nimmt zunächst einen der Zweige und bildet mit etwa zwei Drittel der Länge eine Schlaufe. Dann wird das überstehende Drittel des Zweiges um diese Schlaufe geschlungen, sodass eine Kordel in Kreisform aus dem ersten Zweig entsteht.

 

2. Für mehr Stabilität nun den zweiten und dritten Zweig um diese Kreiskordel winden. Je mehr Zweige verwendet werden, desto dicker wird die Kranzbasis. Am Ende wird das Ganze mit Basteldraht fixiert.

 

3. Jetzt wird geschmückt. Hier kannst du deiner kreativen Ader freien Lauf lassen. Zunächst einfach Zweiglein für Zweiglein mit Basteldraht am Kranz das Tannengrün befestigen.

 

4. Steht der grüne Teil, so können weitere Dekoelemente wie Zapfen, Weihnachtsglöckchen und Co. mit Draht fixiert werden.

 

5. Für die von mir hergestellten Kiefer-Quasten, ein paar lange Nadeln zur Hand nehmen, sie fest mit Baumwollgarn umwickeln und die hübschen Quasten an den Kranz binden. Fertig!

 

6. Selbstverständlich kannst du auch bunte Geschenkbandreste oder Weihnachtskugeln für deine Kränze verwenden. Erlaubt ist, was gefällt.

 

 

Tipp: Auch diese Dekoidee muss nach Weihnachten nicht auf den Speicher verschwinden. Entferne nach dem Fest alle Dekoelemente von der Kranzbasis und schon kann diese wieder  neu gestaltet werden. Zum Beispiel ganz frühlingshaft mit Schleierkraut?


 

Nachhaltige Geschenkidee: Duftkerzen

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Wohlige Düfte gehören zur Weihnachtszeit wie „Stille Nacht“ und Plätzchen. Spontan fällt wohl jedem sofort Zimt und Vanille ein, oder? Genau diesen Weihnachtsduft kann man ganz einfach in Kerzenform verschenken.

 

 

MATERIAL • Wachsreste (farblich sortiert) •  Baumwollfaden (100% Baumwolle)  oder fertiger Kerzendocht •  leere Lebensmitteldose oder leeres Gurkenglas • Holzspieße • Wäscheklammern •  Gießformen wie altes Geschirr  oder Marmeladengläser • Backpapier •  Ätherische Öle wie Zimt, Vanille  oder Orangenduft •  eventuell Strukturzutaten wie Zimtstange und getrocknete Orangenscheiben

 

1. Zunächst werden die Dochte für die neuen Kerzen vorbereitet. Wichtig ist, dass sich der Durchmesser des Dochts immer nach dem Durchmesser der fertigen Kerze und der Qualität des Wachses richtet. Für altes und eventuell leicht verunreinigtes Wachs empfiehlt sich ein einfach geflochtener Flachdocht aus 3 Strängen mit je 18 Fäden (insgesamt 54 Fäden). Ab einem Kerzendurchmesser von ca. 8 cm sollte mehr als ein Docht pro Kerze verwendet werden um die gesamte Kerzenoberfläche gleichmäßig zu verflüssigen und abzuschmelzen.

 

2. Die Wachsreste in die leere Dose oder das Einmachglas geben und langsam bei geringer bis mittlerer Hitze im Wasserbad schmelzen. Vorsicht! Geschmolzenes Wachs ist leicht entflammbar!  Niemals direkt auf der Herdplatte oder mit zu hohen Temperaturen arbeiten.

 

3. Sobald das Wachs geschmolzen ist, werden mit dem Holzspieß sorgfältig alle groben Verunreinigungen und Dochtreste entfernt.

 

4. Nun können die geflochtenen Dochte mit Wachs getränkt werden. Zum Trocknen gerade ziehen und auf dem Backpapier auslegen.

 

5. Für die Gießform gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Papprollen von Klopapier oder Küchenrolle lassen sich nach dem Aushärten des Wachses einfach abziehen und hinterlassen dabei eine matte Oberflächenstruktur. Tetrapaks können auch abgezogen werden, die Kerzen erscheinen dann allerdings etwas glatter. Wer sich diese Arbeit gerne sparen möchte, der greift am besten auf Kerzengefäße wie leere Marmeladengläser zurück. Wunderhübsch eignet sich auch altes Geschirr wie Kaffee- oder Teetassen, Zuckerdöschen oder Saucieren.

 

6. Im nächsten Schritt bekommen die Gießformen einen der vorbereiteten Dochte. Der gewachste Docht wird auf die entsprechende Länge unserer Gießform zugeschnitten. Hier gilt die Faustregel Höhe der Gießform + ca. 5 cm Überstand. Diesen Überstand mit einer Wäscheklammer mittig am Holzspieß befestigen und den Holzspieß dann mit dem Docht nach unten auf den oberen Rand der Gießform legen. So wird der Docht in der Mitte der Form gehalten.

 

7. Für Duftkerzen eigenen sich vor allem hübsche Gießformen wie altes Geschirr oder leere Marmeladengläser.

 

8. Ist das Kerzenwachs geschmolzen und die Gießform vorbereitet, so kann die Verwandlung zur Duftkerze beginnen. Am leichtesten geht das mit natürlichen ätherischen Ölen. Hier genügen ein paar wenige Tropfen ins flüssige Wachs. Vorsicht! Nicht zu viel Duftöl auf einmal verwenden, sondern lieber langsam steigern.

 

9. Zusätzlich können auch noch Strukturzutaten, wie zerkleinerte Zimtstangen, getrocknete Blüten, getrocknete Orangenschale oder trockene Orangenscheiben, verwendet werden. Diese werden einfach vor dem Kerzengießen in die Gießform gegeben und schließlich mit heißem Wachs bedeckt.

 

10. Auch für Duftkerzen gilt nach dem ersten Gießen: Wachs kurz antrocknen lassen und nach etwa 10 Minuten noch etwas Wachs nachgießen. So werden Mulden und Vertiefungen auf der Kerzenoberfläche vermieden, die dadurch entstehen, dass sich das Wachs beim Aushärten leicht zusammenzieht.

 

 

Tipp: Um Schadstoffe und Pestizide  zu vermeiden beim Kauf von ätherischen Ölen auf hochwertige und  naturbelassene Produkte in Bio- Qualität zurückgreifen.



Viele weitere nachhaltige Weihnachtsgeschenke und Dekorationen findest du im Buch „Zero Waste Weihnachten“. Darüber hinaus erfährst du im Buch wichtiges Hintergrundwissen und wertvolle Tipps zum Thema Nachhaltigkeit an Weihnachten und im Alltag.

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