Zeichnen lernen: Schritt für Schritt

Willst du zeichnen können wie die Profis? Dafür brauchst du nicht viel, außer ein wenig Übung.


Durch das Zeichnen drückst du dich kreativ aus und erweckst die Bilder in deinem Kopf zu echtem Leben auf dem Papier.
Doch gerade zu Beginn deiner Künstlerkarriere kann es eine Herausforderung sein, die ersten Schritte zu machen und die Grundlagen des Zeichnens zu erlernen.

Die Angst vor dem weißen Blatt und der fehlende Glaube an die eigenen Fähigkeiten halten viele davon ab, ihr Glück in der Welt der gezeichneten Linien und Formen zu suchen.

In diesem Blogartikel möchten wir uns genau darauf konzentrieren: Die ersten Schritte des Zeichnens lernen. Du lernst das beste Material für Anfänger*innen kennen und gemeinsam betrachten wir die Grundlagen des Schraffierens – ein wichtiges Tool, das jeder*r Künstler*in beherrschen sollte. 

Zeichnen lernen ist nicht schwer. Den ersten Schritt zum Zeichnen lernen hast du schon getan: Einfach anfangen.

Inhalt 

  • Die richtigen Materialien für Anfänger 
  • Bleistifte 
  • Skizzenblock 
  • Radiergummi & Anspitzer 
  • Die Grundlagen des Schraffierens 
  • Parallele Schraffur 
  • Kreuzschraffur 
  • Punktierungen 
  • Wie Licht & Schatten ein Objekt formen 
  • Tipps & Tricks für Anfänger 
  • Zeichnen lernen Schritt für Schritt

1Die richtigen Materialien für Anfänger

Die Auswahl der richtigen Materialien ist ein erster Schritt, wenn du mit dem Zeichnen beginnen willst.

Als Anfänger*in musst du noch keine teuren Stifte oder Papiere kaufen. 

Ein einfaches Blatt und ein Bleistift reichen aus. Doch wenn du dich in dein neues Hobby vertiefen willst, erleichtert hochwertiges Material deinen Lernprozess und verbessert die Qualität deiner Zeichnungen.

Je mehr du dich in das Zeichnen vertiefst, desto besser wirst du einschätzen können, welches Material am besten zu deinem persönlichen Stil passt. 

Hier sind die Utensilien, die du als Anfänger*in unbedingt brauchst.

2Bleistifte

Bleistifte sind das grundlegendste Werkzeug für das Zeichnen. Wenn du gerade erst beginnst, reicht ein einzelner Stift, um dich mit den Grundlagen, zum Beispiel den Schraffuren, vertraut zu machen.

Die verschiedenen Härtegrade kommen ins Spiel, sobald du hellere oder intensivere Linien zeichnen willst. Achte hier auf die Bezeichnungen. 

Der Buchstaben "H" steht für "Hard" und "B" für "Black"
2H oder 4H sind also härtere Stifte und erzeugen hellere Linien, während weichere Bleistifte, wie 2B oder 4B, dunkler malen. 
So werden auf dem Papier ganz unterschiedliche Effekte erzielt. 

Am Besten hast du eine Auswahl an Bleistiften mit unterschiedlichen Härtegraden immer bei dir, sobald du dich mit den ersten Schritten im Zeichnen vertraut gemacht hast.

3Skizzenblock

Wenn du gerade erst mit dem Zeichnen beginnst reichen einfache Blatt Papier vollkommen aus. 

Doch ein guter Skizzenblock bietet dir eine geeignete Oberfläche, um zu zeichnen. Du hast nicht nur alle deine Zeichnungen gesammelt zur Hand, sondern kannst den Block nach deinen Bedürfnissen wählen. 

Es gibt große und kleine Blöcke, mit einer Spiral- oder Klebebindung. Wähle einen Block mit Papier von guter Qualität. 
Es sollte nicht zu dünn sein. 

Achte außerdem auf den Faktor der Nachhaltigkeit. Es gibt viele gute Firmen, die recycelts Papier oder Papier aus Hanf oder Bambus anbieten.

4Radiergummi & Anspitzer

Ein Radiergummi ist ein nützliches Hilfsmittel, um Fehler (die es natürlich nie gibt) zu korrigieren oder Linien zu entfernen.
 Dein Radiergummi sollte weich genug sein, um Linien leicht zu entfernen. Wähle ihn nicht zu hart, damit er das Papier nicht verletzt.

Wenn du dich etwas ins Zeichnen eingearbeitet hast, kannst du einen Knetradiergummi nutzen. Das ist eine weiche, formbare Masse, die Fehler wegradieren kann, indem du sie einfach über die entsprechende Stelle drückst.

Ein Anspitzer wird benötigt, um die Bleistifte zu spitzen und eine feine Spitze zu erhalten.

5Die Grundlagen des Schraffierens

Das Schraffieren ist eine Grundtechnik im Zeichnen. Sie dient dazu, Flächen auszufüllen und gleichzeitig unterschiedliche Grautöne zu schaffen.

Ein Zeichnung wird dadurch plastischer. Je nach Motiv eignen sich spezielle Arten des Schraffierens. 
Möchtest du eine glatte Fläche darstellen, dann kannst du die Parallel- und Kreuzschraffur anwenden. 
Die Rundschraffur eignet sich für Baumstämme, Gläser oder Flaschen. 

Tipp: Mehrere Schraffurtechniken in einer Zeichnung zu verwenden, macht diese noch lebendiger. 

Durch das Üben der wichtigsten Grundtechniken wirst du im Umgang mit dem Stift zunehmend sicherer und kannst immer besser die Effekte erzielen, die du zeigen willst. Mit Bleistift kannst du alles zeichnen – von der dünnen trockenen Haut einer Schlange bis zum weichen Fell eines Kaninchens, von der rissigen Borke eines alten Baums bis zu glattem Metall

Dafür jedoch musst du gut schraffieren können. 

Unter Schraffuren versteht der Zeichner das Erschaffen eines Geflechts aus einzelnen Linien. 

Je nachdem wie diese Geflechte beschaffen sind, wirken sie hell oder dunkel, flach oder dreidimensional. 

Zeichne jetzt drei Rechtecke. Fülle diese nach der Anleitung mit den folgenden Schraffur Techniken. 

Probiere aus, was passiert, wenn du die Striche dicht an dicht setzt beziehungsweise weiter voneinander entfernt platzierst. 

Du wirst feststellen: Je enger das Muster „gestrickt“ ist, desto dunkler wird die Fläche.

6Parallele Schraffur

Bei dieser Schraffur Technik werde parallele Linien verwendet, um Schattierungen zu erzeugen.

Die Linien verlaufen in die Richtung und haben den gleichen Abstand zueinander.

Liegen die Linien näher beieinander, wird der Schatten oder die Schattierung dunkler. Diese Technik eignet sich gut, um glatte Flächen darzustellen, wie beispielsweise Metall oder Glas.

Zeichne jetzt parallel verlaufende Striche, entweder jeweils schräg, senkrecht oder waagerecht in dein Rechteck.

7Kreuzschraffur

Die Kreuzschraffur ist eine Methode, bei der sich die Linien in einem Kreuzungsmuster überlappen. 

Diese Technik eignet sich gut, um verschiedene Oberflächenstrukturen darzustellen, wie zum Beispiel Stoff oder Haare. 

Durch das Kreuzen der Linien entsteht eine dichtere Schattierung
Je enger die Linien zueinander stehen, desto dunkler wird die Schattierung.

8Punktierungen

Wie der Name verrät handelt es sich bei der Punktierungen um eine Technik, bei der anstatt von Linien Punkte verwendet werden.

Setze die Punkte dicht nebeneinander, wobei du die Größe und Intensität der Punkte variierst. Dadurch entstehen unterschiedliche Schattierungen und Effekte. 

Je dichter die Punkte gesetzt werden, desto dunkler wird der Schatten. Mit dieser Schraffur stellst du feine Details oder strukturierte Oberflächen wie Felsen oder Baumrinden dar.

9Wie Licht & Schatten ein Objekt formen

Durch Licht und Schatten nehmen wir die Form eines Objekts wahr. 
Durch die richtige Darstellung kannst du super einfach dreidimensionale Illusionen erzeugen und auch als Einsteigerin und Einsteiger in deinen Zeichnungen Tiefe und Volumen verleihen.

Die Fähigkeit, Licht und Schatten korrekt darzustellen, ist für das Erzeugen von realistischen Zeichnungen unerlässlich. Mit etwas Übung wirst du lernen, wie Licht und Schatten die Form eines Objekts definieren und wie du dieses Lichtspiel auf Papier bringst.

Bereiche, die direkt vom Licht getroffen werden, erscheinen heller und werden als Lichter bezeichnet. 
Diese Bereiche haben oft helle, leuchtende Farben oder helle Grautöne. Je weiter du vom Lichtern entfernt bist, desto weniger Licht erreicht das Objekt und die Bereiche sind dunkler.

Die oben genannten Schraffur Techniken helfen dir dabei, Licht und Schatten darzustellen.
Bestimme zuerst die Position der Lichtquelle, wo sich die Lichter und Schatten auf deinem gezeichneten Objekt befinden.
Nutze die Schraffur Techniken, um die Schatten und Schattierungen zu erzeugen. Passe die Intensität der Schraffuren an, um unterschiedliche Texturen und Oberflächen darzustellen. 

Der Kontrast zwischen Licht und Schatten muss groß genug sein, um deiner Zeichnung Tiefe zu verleihen und den gewünschten Effekt zu erhalten.

Wie bei so vielen anderen Hobbys macht Übung hier die Meisterin oder den Meister.

10Tipps & Tricks für Anfänger

Bevor du dich nun in der Welt der Schraffuren und Lichteffekte verlierst, haben wir noch ein paar Tipps und Trick zusammengestellt.

  1. Starte mit einfachen Motiven: Kreise, Quadrate und Dreiecke helfen dir, in den Flow zu kommen und dein Wissen an einfachen Formen zu üben. 

  2. Beobachte: Nimm dir Zeit, deine Welt zu beobachten oder verwende Fotos als Vorlage, um deine Zeichnungen realistischer zu gestalten. 

  3.  Inspiration holen: Studiere die Werke anderer Künstler zum Beispiel auf Instagram und analysiere, wie sie bestimmte Techniken anwenden. Tausche dich mit anderen aus, um voneinander zu lernen.

  4.  Akzeptiere Fehler: Wie bei jedem Neuanfang gilt auch hier, dass du mit dir geduldig bist. Nicht jede Zeichnung ist perfekt. Betrachte Fehler als Teil des Lernprozesses. 

  5.  Hab Spaß: Du zeichnest, weil es dir Spaß macht. Werde kreativ und vergleiche dich nicht zu oft mit anderen. Jede*r Künstler*in hat einen eigenen Stil. Und das ist gut so.

11Zeichnen lernen Schritt für Schritt

Du hast mit dem Lesen dieses Blogartikel schon einen großen Schritt in die richtige Richtung getan.

Das Anfangen ist meist der schwierigste Teil, wenn du dich auf die Reise zu einer neuen Fähigkeit begibst. 

Und wenn du mit dem Zeichnen beginnst, sei unbedingt stolz auf deine Erfolge – wie klein sie auch sind. 

Akzeptiere deine Fehler. Lass dich nicht entmutigen, wenn deine Zeichnungen nicht denen eines Picasso gleichen. 
Auch er hat klein angefangen. Zeichnen zu lernen ist ein kontinuierlicher Lernprozess.
Große Künstler*innen lernen jeden Tag etwas Neues dazu und entwickeln Ihre Fähigkeiten weiter. Sie nutzen jede Chance, um sich zu verbessern. 

Denk immer daran, dass der Weg da Ziel ist. Genieße den kreativen Prozess, lass dich von unseren Büchern inspirieren und genieße die Freude und Erfüllung, die das Zeichnen dir bringt.

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