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Aus Alt mach Neu – Upcycling liegt im Trend

 

Es geht beim Upcycling also gleichermaßen um eine Aufwertung und Wiederverwertung alter Haushalts- oder Alltagsgegenstände. Das ungeahnte kreative Potenzial des Öko-Trends begeistert dabei nicht nur DIY-Fans, Hobbyhandwerker und Künstler. Auch Familien, Studenten und Singles entdecken Upcycling derzeit als umweltschonende Möglichkeit, das eigene Heim preiswert mit neuen Möbeln und Dekorationsgegenständen zu verschönern.

Im Gegensatz zum Recycling werden kaputte und nicht mehr gebrauchte Gegenstände beim Upcycling nicht erst in den Müll geworfen, bevor sie eine neue Bestimmung finden. Stattdessen werden sie gleich vor Ort zu Hause wiederverwertet. So kann jeder auch mit einem kleinen Beitrag und einer nachhaltigen Lebensweise die Umwelt retten.

 

 

Warum ist Upcycling wichtig?

 

Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Es wird gekauft und gekauft und dabei eine ganze Menge Müll produziert, der eigentlich gar nicht nötig wäre. Viele Verpackungen sind überflüssig und auch nicht jeder Gegenstand, der im Müll landet, müsste dort enden. Das begreifen auch immer mehr Bürger und tun etwas dagegen:

 

  • Vermeintlich defekte Geräte und kaputte Möbelstücke werden häufiger kostengünstig repariert, um die Umwelt zu schonen.
  • Was nicht mehr gefällt, wird auf dem Flohmarkt verkauft oder verschenkt.
  • Anstatt umweltschädlicher Materialien setzt man vermehrt auf Recyclingmaterial wie Bambus, PET oder Recyclingpapier.
  • Und was zuvor noch als Top-Kandidat für den Sperrmüll galt, landet inzwischen immer öfter als Upcycling-Kunst zurück im Haushalt.

 

Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten gegen dem Wegwerfwahn. Gerade Upcycling hat hierbei zahlreiche Vorteile. Einerseits lassen sich durch die Wiederverwertung im Eigenheim wertvolle Ressourcen schonen, weil keine Neuanschaffung erfolgt. Andererseits macht das Recycling in Eigenregie auch aufwendige Wiederverwertungsmaßnahmen durch die staatliche Abfallwirtschaft unnötig. Die sind zwar nach wie vor umweltfreundlicher als Ressourcenverbrauch außerhalb der Wertschöpfungskette, haben aber dennoch einige Negativaspekte.

 

 

 Upcycling im Trend Rosen an einer Wand in Flaschen als Wanddeko

 

Altglas eigent sich immer, um noch etwas Schönes daraus zu basteln.

 

Schon beim Transport des Mülls fallen Schadstoffe an. Danach sind meist wenig ökologische Reinigungschemikalien notwendig, um den Müll zu säubern. Bei Metallabfällen und sperrigen Kunststoffobjekten wie Autoreifen ist das Recycling zudem besonders kompliziert. Das Resultat: Die finale Müllbeseitigung wird mancherorts weiterhin eher unvorbildlich, dafür aber kostengünstig durch Müllhandel abgewickelt.

 

Upcycling verfolgt in diesem Zusammenhang ganz klar den Grundsatz, dass, wer den Müll produziert, auch für seine Wiederverwertung verantwortlich ist. Das nicht nur auf nationaler Ebene, sondern ganz gezielt an den Verbraucher gerichtet. Nur wenn jeder seinen persönlichen Beitrag zur ökologischen Müllverwertung und Müllvermeidung leistet, kann es mit der Reduzierung der Müllberge unseres Planeten klappen. Als Entschädigung für das private Engagement erhalten Upcycler einzigartige und funktionelle Kunstwerke, die Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen schönen.

 

 

Vom Sperrmüll zum Designermöbel

 

Das Trendbeispiel der Sitzmöbel und Betten aus alten Holzpaletten ist sicherlich das berühmteste Beispiel für Upcycling in der Praxis. Es gibt inzwischen sogar Designhersteller, die Möbelstücke aus alten Paletten im Sortiment haben. Und die kreative Aufwertung von vermeintlichem Müll kann noch mehr. So lassen sich ausreichend große und formschöne Objekte wie:

 

  • Autoreifen
  • Fässer
  • Holzkisten
  • Transportboxen
  • oder alte Waschtrommeln

 

beispielsweise im Handumdrehen in kunstvolle Hocker oder Beistelltische umfunktionieren. Auch Upcycling-Regale, etwa aus alten Skateboards oder einem in die Jahre gekommenen Lattenrost sind total in. Aus Gegenständen wie Konservendosen oder PET-Flaschen lassen sich wiederum neckische Dekorationen und Aufbewahrungsbehälter fürs Wohnzimmer, Kinderzimmer oder die Küche basteln. Es gibt viele schöne DIY-Ideen für einzigartige Upcycling-Kunstwerke. Ein großer Spaß ist das Basteln mit vermeintlichem Abfall im Übrigen nicht nur für große, sondern auch für kleine Bastler, die dadurch auch gleich etwas Sinnvolles lernen.

 

Aus altem Beton lassen sich beispielsweise hübsche Schalen für die Küche fertigen. Alte Dosen aus der Küche lassen sich mit verschiedenen Verzierungen gestalten und als Utensiliendosen verwenden. Wer viel zu viele Jutebeutel gesammelt hat, kann auch diese mit Farben oder Stempeltechnik aufwerten.

 

 

Der ökologische Lerneffekt von Upcycling

 

Zu Hause üben sich junge Familien in einer nachhaltigen Lebensweise. Anstatt billiger Massenproduktion setzt man heute auf Bio-Lebensmittel oder das Obst- und Gemüseangebot aus dem eigenen Nutzgarten. Auch Recyclingmaterialien dürfen im Eigenheim umweltbewusster Familien der Zukunft nicht fehlen. Das schließt neben wiederverwertbaren Gebrauchsgütern natürlich auch Einrichtungsgegenstände und Dekoartikel aus nachhaltiger Herstellung ein. Upcycling bietet Familien hier eine preiswerte Alternative zu kostspieligen Designprodukten, die zwar immer öfter ebenfalls aus recycelten Materialien bestehen, aber auch deutlich teurer sind als DIY-Möbel.

 

 

Upcycling im Trend Kind malt Klopapierrollean

 

Kinder schon früh ein Umweltbewusstsein zu vermitteln ist wichtig: Upcycling kann hier helfen!

 

Kinder lernen durch Upcycling vor allem, dass man augenscheinlich unnütze Dinge nicht in jedem Fall gleich wegschmeißen sollte. Eine schlechte Angewohnheit, die in unserer modernen Zeit des Überflusses leider an der Tagesordnung ist. Selbst Sachen, die eigentlich noch funktionieren würden, haben schnell ausgedient. Bei Kindern sind das unter anderem auch viele technische Geräte wie Handys, die trotz einwandfreier Funktion einem modischeren Modell weichen müssen. Was das für den globalen Rohstoffverbrauch wertvoller Bodenschätze bedeutet, kann man Kindern oft nur schwer erklären. Der Sachverhalt ist zu komplex. Allerdings begreifen Kinder sehr wohl, dass in Gegenständen ein besonderer Wert schlummert, wenn sie sehen, wie daraus völlig neue Kreationen entstehen.

 

Der Wow-Faktor sorgt hier für nachhaltige Lerneffekte. Außerdem bekommen Kinder durch die eigene handwerkliche Betätigung ein Gespür dafür, welchen Aufwand es braucht, um neue Produkte herzustellen. Damit die Bastelangebote auch wirklich kindgerecht sind, gibt es inzwischen sehr ausführliche Bastelbücher für Kinder. Sie enthalten viele schöne Bastelanleitungen und bieten damit schöne Anreize für kleine Familienprojekte.

 

 

Tipps für tolle Upcycling-Bastelei mit Kindern

 

Eigentlich sind fast alle Upcycling-Ideen unter Anleitung auch für Kinder geeignet. Am besten geht die Rechnung beim Upcycling für Kinder aber auf, wenn die diese einen Bezug zu den verwendeten Bastelmaterialien haben. Das können beispielsweise alte Dosen, Klopapierrollen oder Pfandflaschen ihrer Lieblingsgetränke sein, aus denen im Upcycling dann schicke Stiftehalter werden. Aus alten Schulbüchern oder Heften ist dagegen ganz schnell dekorative Kunst aus Pappmaschee gezaubert und kaputte CDs oder Glühbirnen geben prima Wandbilder und Mobiles ab.

 

 

Upcycling im Trend Buchtipp mit vielen Projekten zum selber machen

 

 

 

Wichtig beim Upcycling mit Kindern ist, dass die genutzten Bastelmaterialien vorab immer gut gereinigt und von scharfen Kanten befreit werden sollten. Ansonsten kann es beim Basteln schnell zu Verletzungen oder Infektionen durch Keimrückstände kommen. Auch ist auf vergleichsweise einfache Bastelanleitungen zu achten, die Kinder problemlos selbst nachbasteln können.

 

Viel Spaß beim Kreativ werden!

 

 

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